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Vorwort

Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. legt seinen Jahresbericht 2011 vor.
In diesem Bericht wird einerseits das Selbstverständnis des Vereins Netzwerk
Kinderfreundliche Stadt e.V. dargestellt, andererseits enthält der Bericht einen
Überblick über die wichtigsten Aktivitäten.

Festgestellt werden kann an dieser Stelle:

o  Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat sich als anerkannter
    Träger der Jugendhilfe weiter etabliert.

o  Es ist den Verantwortlichen gelungen, den Gedanken des Netzwerkes
    profiliert zu differenzieren und weiterzuentwickeln.

der Verein
Aufgabe des Vereins

Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat – lt. seiner Satzung – sich
die Förderung
 

o der öffentlichen Gesundheitspflege

o der Jugendpflege und der Jugendfürsorge

o der Erziehung, der Volks- und Berufsbildung

o der Bildung für nachhaltige Entwicklung

o Kinder- und Jugendhilfe
 

vorgenommen. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die
Förderung
 

o des europäischen Austausches in Bezug auf die Vereinszwecke

o eines Informations- und Forschungsnetzes sowie eines Kontaktpools zum
   Thema verhaltensauffällige und hyperaktive Kinder auf lokaler, nationaler
   und internationaler Ebene

o der Projektarbeit für ADS / ADHS-Kinder

o von kreativen, innovativen Bildungsprojekten

o des ökologischen Bewusstseins und der Umweltbildung

 

o die Errichtung eines Netzwerkes diverser  Institutionen der Kinderbetreuungs-   und Kinderhilfsorganisationen, mit dem Ziel einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt, Erhaltung und Ausbau positiver Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien.

Der Verein hat darüber hinaus das Ziel, ein Kinderbüro in Fürth zu installieren.
Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und ist verantwortlich für die Ausarbeitung eines Konzeptes. Er unterstützt die laufende Arbeit des Kinderbüros im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das Kinderbüro arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen, um die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Fürth zu verbessern. Der Verein hat sich ferner zum Ziel gesetzt, neue Schul-, Lehr- und Lernformen zu fördern.
Dazu zählen:

o  Kreative Bildungs- und Schulprojekte
 

o  Erlebnispädagogische Projekte
 

o  Umweltpädagogische Projekte


Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt die Finanzierung
von Projekten im Rahmen seiner Möglichkeiten.
 

Der Verein kann außerdem zur Umsetzung des Vereinszwecks Gesellschaften,
Organisationen oder/und Einrichtungen schaffen sowie weitere Projekte mit
Kindern fördern, mit anderen Partnern gemeinsam betreiben oder von anderen
betreiben lassen. Er kann zur Förderung dieser Arbeit Fremdmittel und Eigenmittel
einsetzen. Die Arbeit des Vereins soll ethisch, wissenschaftlich und fachlich
begründet sein und dem Stande der wissenschaftlich-fachlichen Erkenntnisse
entsprechen. Der Verein arbeitet auf überparteilicher und überkonfessioneller
Grundlage.
 

Der Verein ist gemeinnützig tätig. Als anerkannter Träger der Jugendhilfe ist er
Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.
 

Vorstand

Der satzungsgemäße Vortand des Vereins Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V.
besteht aus
 

der ersten Vorsitzenden, Maria Fontana-Eberle,
 

der zweiten Vorsitzenden, Manuela Fazzi
 

der dritten Vorsitzenden, Lisa Schenke
 

der Schriftführerin Heidi Fürst
 

dem Schatzmeister Benedetto Fontana
 

Struktur

Der Verein ist aufgrund neuer, aktiver Mitglieder (vergl. § 7 der Satzung) dabei,
sein Selbstverständnis als Netzwerk stärker auszuprägen. Die Arbeit des Vereins
gliedert sich derzeit in 4 Referate:
 

o  Referat Kinderpolitik
 

o  Referat AD(H)S & Co – Gemeinsam Wachsen
 

o Referat Bildung & Kultur
 

o  Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit
 

Das Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit bestimmt zu wesentlichen
Teilen die Arbeit des Vorstands.
 

das Büro

Der Verein bezieht im Februar das neue Büro in der Mannhofer Straße 30.
 

Referat AD(H)S & Co – Gemeinsam Wachsen

Das Forum ADHS & Co wurde unter Federführung von Maria Fontana-Eberle
weiter forciert mit dem Ziel, ein Netzwerk für Fachleute aus Therapie, Pädagogik,
Erziehungswissenschaft und Medizin aufzubauen. Zu diesem Zweck wurde die
Kooperation mit Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther, von der Sinn Stiftung, zur
Förderung des Projektes ‚Gemeinsam wachsen’ gewonnen. Im November wurden
Vorträge an verschiedene Grundschulen angeboten, um betroffene Familien zur
Projektteilnahme zu gewinnen. Das Projekt richtet sich an max. 12 Grundschulkinder und deren Eltern. Die Kinder werden in der Schule von den Lehrern als massiv verhaltensauffällig (Lese-Rechtschreibschwäche, Konzentrationsschwäche, Aufmerksamkeitsschwäche, Probleme im koordinatorischen Bereich, körperliche Unruhe)mit Verdacht auf AD(H)S beschrieben; der Schulerfolg ist dadurch gefährdet und eine Integration in die Klassengemeinschaft ist brüchig. Die Kinder kommen aus der Stadt
Fürth bzw. besuchen in Fürth die Grundschule. Die Besonderheit des Projekts besteht darin, dass in einer sehr konzentrierten Aktion das gesamte Familiensystem einbezieht und auf eine Unterstützung durch Psychopharmaka bewusst verzichtet. Seit 2010 pflegen die Projektleiter die Kooperation mit der Sinn Stiftung München und engagieren sich bundesweit für die Vernetzung.
 

März - Kinderrechteweg wird in Fürth besonders gekennzeichnet!

Die fünf Standorte vom Kinderrechteweg wurde mit Kinderfußabdrücken gekennzeichnet. Am jeweiligen Gehweg weisen drei Kinderfußabdrücke in den drei Farben der deutschen Fahne auf den Kinderrechteweg hin. In Kooperation mit den Jugendlichen von Elan Beschäftigungsgesellschaft haben Grundschüler in Fürth das vom Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. konzipierte Projekt Kinderrechteweg gekennzeichnet. Das Netzwerk engagiert sich für die Kinderrechte und organisiert jährlich als Mitveranstalter des Weltkindertages in Fürth den Kinderrechteweg. Seit 2008 sind bereits fünf Kunstwerke zu den Kinderrechten entstanden - insgesamt sind 10 geplant. Der Kinderrechteweg, das bundesweit große Anerkennung erfahren hat, wurde von der Kulturstiftung '365 Orte im Land der Ideen' als ausgewählter Ort 2009 ausgezeichnet, vom Deutschen Kinderhilfswerk im Kinderrechtekoffer als beispielhaftes Projekt prämiert und aufgenommen sowie vom Kinderschutzbund Karlsruhe zur Produktion einer DVD zu den Kinderrechten ausgewählt wurde.Kinder und Jugendliche setzen sich zum Weltkindertag mit einem Kinderrecht künstlerisch und pädagogisch auseinander und gestalten unter Anleitung von Künstlern ein Kunstobjekt. Es liegt dem Netzwerkteam am Herzen, dass Kinder und Jugendliche über ihre Rechte und Pflichten informiert und zu Themen, die sie direkt betreffen an den politischen Prozessen und Verwaltungsentscheidungen beteiligt werden. Der Kinderrechteweg soll die Bürger auf die Kinderrechte aufmerksam machen und Kinder und Jugendliche ermutigen, ihre Kinderrechte wahrzunehmen.
 

März – Kindersprechstunde

Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. begleitet Jugendliche, die sich am
Kinderrechteweg zum Recht auf Information, freie Meinungsäußerung und Partizipation beteiligt haben, zur Kindersprechstunde. Die Jugendlichen forderten mit Nachdruck eine Jugendsprechstunde bzw. ein Kinderparlament, um sich an den politischen Prozessen und Verwaltungsentscheidungen aktiv zu beteiligen.
 

April - Jugendsprechstunde

Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. begleitet Jugendliche, die sich für die
Partizipationsprojeke Bildungskompass und Kinderrechteweg von der Hans-Böckler
Realschule und Heinrich-Schliemann Gymnasium engagiert haben, am 11.04.2011 zur Bürgersprechstunde, die vom Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung über die Stadtzeitung u.a. als Jugendsprechstunde mit deklariert wurde.
 

28. Mai – Fragebogenaktion ‚Familienfreundliche Gaststätten in Fürth’

Das Netzwerk kinderfreundliche Stadt und Fam24 Infoportal für Familien in Franken sind auf der Suche nach familienfreundlichen Gaststätten in und um Fürth. Sie starten eine Fragebogenaktion.
 

28. Mai
Weltspieltag an der Fürther Freiheit
Unter dem Motto ‚Neue Spielorte entdecken!’

Am 28. Mai ist Weltspieltag! Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. organisiert als Mitglied im Bündnis Recht auf Spiel und Initiator in Fürth den Weltspieltag und ruft zur Beteiligung auf!  In der Fußgängerzone fand von 14 bis 16 Uhr wurden 10 bunte Spielstationen aufgebaut.

„Kinder verschwinden zunehmend aus dem öffentlichen Raum, dort, wo sie lautstark ihrem Spieldrang nachgehen, geraten sie in Konflikt mit ruhebedürftigen Erwachsenen, Verbotsschilder nehmen ihnen die letzten Freiflächen. Deshalb ist eine öffentliche Aufmerksamkeit für das Recht auf Spiel dringend notwendig“, so Holger Hofmann, Spielraumexperte beim Deutschen Kinderhilfswerk. Neben den Mitmachaktionen wurde ein Riesenpuzzle für die gesamte Familie aufgebaut. Gemeinsam Europa entdecken, Spaß haben, Zusammenhänge sehen, spielend unsere osteuropäische Partnerländer kennen lernen!
 

Juni - Übergang Schule und Beruf - Hilfe aus dem Netz

Das Bündnis Recht auf Bildung, Partizipation und Information ist eine Initiative des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V.. In dem deutschsprachigen Netzwerk haben sich Fachkräfte unterschiedlicher Berufe, Institutionen und Organisationen zusammengeschlossen. Zusammen mit engagierten Privatpersonen haben sie sich zum Ziel gesetzt, eine Lobby für Jugendliche zu sein. Das Bündnis Recht auf Bildung, Partizipation, Information, freie Meinungsäußerung stellt das Recht auf Bildung wie es in der UN-Konvention für die Rechte der Kinder und Jugendliche festgeschrieben ist, aus verschiedenen Perspektiven öffentlich dar; tritt dafür ein, die Bildungswelt und Bildungskultur von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, aufzubauen, zurück zu gewinnen und zu sichern; will durch Vernetzung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, das Recht auf Bildung – jederzeit und überall – in Bayern politisch durchzusetzen und vor Ort mit vielen Partnern auch konkret zu verwirklichen. Die Besonderheit von www.bildungskompass-fuerth.de ist, eine intelligente virtuelle Plattform rundum Schule, Beruf, Aus-/Weiterbildung und Studium von/für Schüler und Studenten zur Verfügung zu stellen. Die besondere Qualität dieses Angebotes ist, dass Schüler und Studenten als Experten für Jugendliche die Inhalte recherchieren, aufbereiten und ins Netz stellen.
 

10. Juli - 7. spektakuläres Benefiz-Gummi-Entenrennen zugunsten des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt

Spektakuläres Benefiz-Gummi-Entenrennen - 1000 Gummienten wurden von der Fa. defacto software gesponsert. Wegen des großen Andrangs wurden die Enten erst kurz nach 14 Uhr von der DLRG am Engelhardtsteg zu Wasser gelassen. Mehr als 1.000 Besucher säumten die Strecke um Ihre flinken Favoriten auf der Pegnitz lautstark anzufeuern. Der Erlös der Benefiz-Veranstaltung fließt auch dieses Jahr in die umfangreiche Vereins- und Projektarbeit des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. und somit in die Förderung und Stärkung von Kindern und deren Recht auf individuelle Entfaltung.
 

18. September - Weltkindertag

Gemeinsam mit vielen Partnern feierte das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt als Initiator und Mitveranstalter mit dem Stadtjugendring und dem Jugendamt den Weltkindertag im Fürther Südstadtpark sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene waren vom vielfältigen Angebot begeistert: Kinder- und Jugendbühne, Spiellandschaften, Erlebnisstationen, Workshops, Theater, Ausstellungen, Infostände, Lesung, Livemusik, buntes Bühnenprogramm. Alle Aktionspartner haben mit ihren Angeboten den Kinderrechten in Fürth mehr Geltung verschafft.
 

10. Dezember - Altstadtweihnaht

Das Netzwerkteam veranstaltete am Samstag, den 10.12.2011, zur Altstadtweihnacht am Waagplatz, eine interaktive Weihnachtsgeschichte für Kinder, die sich mit Begeisterung an der lustigen Geschichte vom Weihnachtsmann, der fast das Weihnachtsfest verschlafen hätte, wenn nicht die aufmerksamen Mäuse ihn geweckt hätten. Zum Abschluss bekamen die Kinder einen riesigen Applaus und vom Netzwerkteam, die selbst gebastelten Mäuseohren und Käsestücke als Erinnerung mit nach Hause. Das Netzwerkteam bot dem  Publikum aus dem Malwettbewerb 2009 diverse Weihnachtskarten an, die Grundschüler im Rahmen ihres Kunstunterrichts gestaltet hatten - gegen eine freiwillige Spende.
 

Ausblick 2012

25. Mai Unter dem Motto Weltspieltag ‚Gemeinsam spielen’ Fußgängerzone mit einer Riesenpuzzle Spielaktion für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene
 

März Kindersprechstunde zum Recht auf Partizipation

8. Juli - Fürther Entenrennen zum Fürth Festival auf der Pegnitz.
 

18 – 22. Juli – Kinderrechteweg zum Recht auf Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung und Recht auf Bildung, freie Meinungsäußerung und Partizipation
 

15. September Weltkindertag ‚Recht auf Bildung, freie Meinungsäußerung und Partizipation – Kinderrechteweg’

 

Fürth, März 2012
f.d.R. Maria Fontana-Eberle
1. Vorsitzende