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Skulpturen zu Kinderrechten - Kinderrechteweg
19. bis 23.07.10

 

Das Kind müsse im Mittelpunkt stehen! In Deutschland hingegen stehe das Ziel, eine homogene Lerngruppe zu haben, im Mittelpunkt. Wer dem nicht nahe kommt, wird weggeschickt!

Nach wie vor gibt es in Deutschland zu viele junge Menschen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, die Ausbildung abbrechen, keinen Berufsabschluss erlangen und arbeitslos sind. Die vorhandenen Angebote erreichen viele Jugendliche häufig gar nicht, sie steigen aus. Diese Ausstiege erfolgen oft an der Schwelle von der
Schule in die Ausbildung.

Das Netzwerk engagiert sich stets für eine gerechte und gesunde Bildungspolitik, die Freude am Lernen und am gemeinsamen Gestalten vermittelt sowie eine gesunde Ernährung, Spaß am Sport und Spiel, Teamgeist und kreatives Handeln“ zur Stärkung des Selbstwertes von Schülern - so kann Schule gelingen!, davon ist Vorsitzende Maria Fontana-Eberle überzeugt.

 

Eine Ausstellung von Skulpturen soll auf die Kinderrechte aufmerksam machen. Die Kinder und Jugendlichen der Stadt fordern das, was ihnen zusteht - mit den Mitteln der Kunst. Zum Thema «Kinderrechte ins Grundgesetz» haben sie zwei Metallskulpturen angefertigt, die am Weltkindertag, 18.09.10 mit einer Projektdokumentation präsentiert werden. Die Werke werden an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet platziert. Schon während einer Projektwoche im Juli suchten sich die Kinder in einzelnen Gruppen jeweils ein Kinderrecht aus den Vorgaben der Menschenrechtsorganisation Unicef aus und sammelten anschließend ihre Ideen dazu mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte Frau Andrea Reinhardt von der GS Adalbert-Stifter und Frau Ghazala Chaudhri vom Schliemann Gymnasium. Aus diesen Ideen fertigten die Kinder und Jugendlichen dann unter der Anleitung des Bildhauers Thomas Dade die zwei geschweißten Metallskulpturen. «Dazu war die Gruppenarbeit und der Austausch im Plenum notwendig und für alle sehr bereichernd», erklärt Maria Fontana-Eberle, die Projektleiterin des Netzwerks.

Kinderfreundlichere Stadt

Schirmherrin und Sponsorenpartnerin des Projekts ist Petra Beck, Geschäftsführerin der Bäckerei «Der Beck» und Vorsitzende der bäckereieigenen Kinderfonds-Stiftung. Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. unterstützt ferner das Projekt aus Spenden der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, die durch Geldstrafenschuldnern gefördert werden. Die Kunst der Kinder soll helfen, das Thema der Kinderrechte nachhaltig in der Stadt bekanntzumachen und dadurch eine kinderfreundlichere Stadtentwicklung zu ermöglichen.

Dabei dient die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen als Grundlage. «Die Interessen von Kindern und Jugendlichen spielen in Deutschland immer noch eine Nebenrolle», klagt Maria Fontana-Eberle. Man dürfe nicht zulassen, dass die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz weiterhin am Widerstand der Union scheitere, so Fontana-Eberle.

Weitere Objekte geplant

Dadurch entstünde der «Fürther Kinderrechteweg», der über die nächsten fünf Jahre mit weiteren Kunstobjekten ergänzt werden soll. «Ich wünsche mir, dass wir vielleicht alle zwei Jahre ein solches Projekt mit Schirmherrn starten können, und noch fünf Skulpturen zu den 10 wichtigsten Kinderrechten dazukommen», sagt Fontana-Eberle. Die Standorte würden dabei in Bezug zu den bearbeiteten Kinderrechten stehen. Es ist geplant, die Metallskulpturen für das «Recht auf Gesundheit» am Eingang der Grundschule Adalbert-Stifter in Oberfürberg und für das «Recht auf Information, frei Meinungsäußerung und Beteiligung» am Schliemann Gymnasium zu positionieren. Eine Fotoserie des Herstellungsprozesses wird ebenfalls am Weltkindertag ausgestellt.