wechsel_01.jpg
Werbung


 

Die Jugendlichen sollen mitreden


Fürther Netzwerk will Schüler in das Dialogforum einbinden  Die Jugendlichen sollen mitreden FÜRTH (fn) –


Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt will die von der Hauptschulreform betroffenen Schülerinnen und Schüler zur Vertretung ihrer Interessen stärken und sie am Dialogforum am 13. Januar in der Fürther Stadthalle beteiligen.

«Jugendliche haben ein Recht auf Partizipation, wenn es um ihre Belange geht», so die Netzwerk-Vorsitzende Maria Fontana-Eberle. Sie betreut seit der Kindersprechstunde am Weltkindertag 2009 im Fürther Rathaus insbesondere die Schüler der Hauptschule Schwabacher Straße. Viele Jugendliche fühlen sich nach Ansicht von Fontana-Eberle von den Politikern nicht wahrhaftig vertreten und somit nicht ernst genommen.

Ende November 2009 koordinierte sie mit Einverständnis der Schulleitung an der Hauptschule Schwabacher Straße ein Gespräch zwischen Acht- und Neuntklässlern und Schulreferent Markus Braun zum Übergang von der Schule zum Beruf sowie zu Fragen der Freizeitgestaltung.

Viele Hauptschüler reagierten nach den Erfahrungen der Netzwerk-Sprecherin auf die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft geradezu verzweifelt, weil sie keine Perspektiven sehen. Sie hätten in diesem Zusammenhang auch Bedenken über die Konsequenzen der geplanten Schließung der Pfisterschule geäußert und den Wunsch der individuellen Zusatzförderung mit dem Ziel eines Wirtschafts- oder Realschulabschlusses bestärkt. «Hauptschule schafft heute vielfach keine Perspektiven mehr für junge Menschen», sagt Fontana-Eberle.

Das Konzept der Mittelschule erweckt für die Netzwerk-Sprecherin den Eindruck, dass die Hauptschule nur einen anderen Namen bekommt - aber sich an der Problematik nichts ändert. Zum Gelingen der Mittelschule bedarf es nach Ansicht von Fontana-Eberle vor allem einer gerechten Budgetierung zur individuellen Zusatzförderung. Im Mittelpunkt der bildungspolitischen Debatten sollte die Frage nach der Qualität von Schülerleistungen und damit nach der Leistungsfähigkeit des Schulwesens insgesamt stehen.

 6.1.2010