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Vorwort Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. legt seinen Jahresbericht 2012 vor. In diesem Bericht wird einerseits das Selbstverständnis des Vereins Netzwerk Kinder-freundliche Stadt e.V. dargestellt, andererseits enthält der Bericht einen Überblick über die wichtigsten Aktivitäten. Festgestellt werden kann an dieser Stelle: o Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat sich als anerkannter Träger der Jugendhilfe weiter etabliert. o Es ist den Verantwortlichen gelungen, den Gedanken des Netzwerkes profi-liert zu differenzieren und weiterzuentwickeln. der Verein Aufgabe des Vereins Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat – lt. seiner Satzung – sich die Förderung o der öffentlichen Gesundheitspflege o der Jugendpflege und der Jugendfürsorge o der Erziehung, der Volks- und Berufsbildung o der Bildung für nachhaltige Entwicklung o Kinder- und Jugendhilfe vorgenommen. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die För-derung o des europäischen Austausches in Bezug auf die Vereinszwecke o eines Informations- und Forschungsnetzes sowie eines Kontaktpools zum Thema verhaltensauffällige und hyperaktive Kinder auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene o der Projektarbeit für ADS / ADHS-Kinder o von kreativen, innovativen Bildungsprojekten o des ökologischen Bewusstseins und der Umweltbildung o die Errichtung eines Netzwerkes diverser Institutionen der Kinderbetreu-ungs- und Kinderhilfsorganisationen, mit dem Ziel einer kinder- und fami-lienfreundlichen Umwelt, Erhaltung und Ausbau positiver Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien. Der Verein hat darüber hinaus das Ziel, ein Kinderbüro in Fürth zu installieren. Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und ist verantwortlich für die Ausarbeitung eines Konzeptes. Er unterstützt die laufende Arbeit des Kinderbüros im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das Kinderbüro arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen, um die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Fürth zu verbessern. Der Verein hat sich ferner zum Ziel gesetzt, neue Schul-, Lehr- und Lernformen zu fördern. Dazu zählen: o Kreative Bildungs- und Schulprojekte o Erlebnispädagogische Projekte o Umweltpädagogische Projekte Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt die Finanzierung von Projekten im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der Verein kann außerdem zur Umsetzung des Vereinszwecks Gesellschaften, Or-ganisationen oder/und Einrichtungen schaffen sowie weitere Projekte mit Kindern fördern, mit anderen Partnern gemeinsam betreiben oder von anderen betreiben lassen. Er kann zur Förderung dieser Arbeit Fremdmittel und Eigenmittel einsetzen. Die Arbeit des Vereins soll ethisch, wissenschaftlich und fachlich begründet sein und dem Stande der wissenschaftlich-fachlichen Erkenntnisse entsprechen. Der Verein arbeitet auf überparteilicher und überkonfessioneller Grundlage. Der Verein ist gemeinnützig tätig. Als anerkannter Träger der Jugendhilfe ist er Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Vorstand Der satzungsgemäße Vortand des Vereins Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. besteht aus der ersten Vorsitzenden, Maria Fontana-Eberle, der zweiten Vorsitzenden, Manuela Fazzi der dritten Vorsitzenden, Lisa Schenke der Schriftführerin Heidi Fürst dem Schatzmeister Benedetto Fontana Struktur Der Verein ist aufgrund neuer, aktiver Mitglieder (vergl. § 7 der Satzung) dabei, sein Selbstverständnis als Netzwerk stärker auszuprägen. Die Arbeit des Vereins gliedert sich derzeit in 4 Referate: o Referat Kinderpolitik o Referat AD(H)S & Co – Gemeinsam Wachsen o Referat Bildung & Kultur o Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit Das Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit bestimmt zu wesentlichen Teilen die Arbeit des Vorstands. das Büro Das Büro mit Lagerräumen befindet sich in der Mannhofer Straße 30. Referat AD(H)S & Co – Projekt ‚Gemeinsam Wachsen‘ Das Forum ADHS & Co wurde unter Federführung von Maria Fontana-Eberle weiter for-ciert mit dem Ziel, ein Netzwerk für Fachleute aus Therapie, Pädagogik, Erziehungswis-senschaft und Medizin aufzubauen. Zu diesem Zweck pflegen die Partner des Netzwerks die Kooperation mit Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther und der Sinn Stiftung, zur För-derung des Projektes ‚Gemeinsam wachsen’. Im Januar wurden Vorträge an verschiedene Grundschulen angeboten, um betroffene Familien über alternative Angebote zu informie-ren. Im März 2012 bis April 2013 beteiligten sich acht Familien am Projekt. Das Projekt richtet sich an max. 12 Grundschulkinder und deren Eltern. Die Kinder werden in der Schule von den Lehrern als massiv verhaltensauffällig (Lese-Rechtschreibschwäche, Konzentrationsschwäche, Aufmerksamkeitsschwäche, Probleme im koordinatorischen Bereich, körperliche Unruhe) mit Verdacht auf AD(H)S beschrieben; der Schulerfolg ist dadurch gefährdet und eine Integration in die Klassengemeinschaft ist brüchig. Die Kinder kommen aus der Stadt Fürth bzw. besuchen in Fürth die Grundschule. Die Besonderheit des Projekts besteht darin, dass in einer sehr konzentrierten Aktion das gesamte Familiensystem einbezieht und auf eine Unterstützung durch Psychopharmaka bewusst verzichtet. Seit 2010 pflegen die Projektleiter die Kooperation mit der Sinn Stif-tung München und engagieren sich bundesweit für eine Vernetzung. Kinderrechteweg wird in Fürth besonders gekennzeichnet! Die sechs Standorte vom Kinderrechteweg wurden mit Kinderfußabdrücken gekennzeich-net. Am jeweiligen Gehweg weisen drei Kinderfußabdrücke in den drei Farben der deut-schen Fahne auf den Kinderrechteweg hin. In Kooperation mit den Jugendlichen von Elan Beschäftigungsgesellschaft haben Grundschüler in Fürth das vom Netzwerk Kinderfreund-liche Stadt e.V. konzipierte Projekt Kinderrechteweg gekennzeichnet. Das Netzwerk engagiert sich für die Kinderrechte und organisiert jährlich als Mitveran-stalter des Weltkindertages in Fürth den Kinderrechteweg. Seit 2008 sind bereits sechs Kunstwerke zu den Kinderrechten entstanden - insgesamt sind 10 geplant. Der Kinder-rechteweg, das bundesweit große Anerkennung erfahren hat, wurde von der Kulturstif-tung '365 Orte im Land der Ideen' als ausgewählter Ort 2009 ausgezeichnet, vom Deut-schen Kinderhilfswerk im Kinderrechtekoffer als beispielhaftes Projekt prämiert und auf-genommen sowie vom Kinderschutzbund Karlsruhe zur Produktion einer DVD zu den Kin-derrechten ausgewählt wurde. Kinder und Jugendliche setzen sich zum Weltkindertag mit einem Kinderrecht künstlerisch und pädagogisch auseinander und gestalten unter Anleitung von Künstlern ein Kunstobjekt. Es liegt dem Netzwerkteam am Herzen, dass Kinder und Jugendliche über ihre Rechte informiert werden und zu Themen, die sie direkt betreffen an den politischen Prozessen und Verwaltungsentscheidungen beteiligt werden. Der Kinderrechteweg soll die Bürger auf die Kinderrechte aufmerksam machen und Kinder und Jugendliche ermutigen, ihre Kinderrechte wahrzunehmen. Kinder- und Jugendsprechstunde Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. begleitet Kinder und Jugendliche, die sich am Kinderrechteweg zum Recht auf Information, freie Meinungsäußerung und Partizipation beteiligt haben, zur Kindersprechstunde. Die Jugendlichen forderten mit Nachdruck eine Jugendsprechstunde bzw. ein Kinderpar-lament, um sich an den politischen Prozessen und Verwaltungsentscheidungen aktiv zu beteiligen. 28. Mai Weltspieltag an der Fußgängerzone Unter dem Motto ‚Gemeinsam Spielen’ Am 28. Mai ist Weltspieltag! Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. organisiert als Mitglied im Bündnis Recht auf Spiel und Initiator in Fürth den Weltspieltag und ruft zur Be-teiligung auf! In der Fußgängerzone fand von 13 bis 16 Uhr wurden 10 bunte Spielstationen aufgebaut. „Kinder verschwinden zunehmend aus dem öffentlichen Raum, dort, wo sie lautstark ih-rem Spieldrang nachgehen, geraten sie in Konflikt mit ruhebedürftigen Erwachsenen, Verbotsschilder nehmen ihnen die letzten Freiflächen. Deshalb ist eine öffentliche Auf-merksamkeit für das Recht auf Spiel dringend notwendig“, so Holger Hofmann, Spiel-raumexperte beim Deutschen Kinderhilfswerk. Neben den Mitmachaktionen wurde ein Riesenpuzzle für die gesamte Familie, ein Trommelworkshop und viele bunte, spannende Stationen aufgebaut. Gemeinsam Europa entdecken, Spaß haben, Zusammenhänge se-hen, spielend unsere osteuropäische Partnerländer kennen lernen! Juni - Übergang Schule und Beruf - Hilfe aus dem Netz Das Bündnis Recht auf Bildung, Partizipation und Information ist eine Initiative des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V.. In dem deutschsprachigen Netzwerk haben sich Fachkräfte unterschiedlicher Berufe, Institutionen und Organisatio-nen zusammengeschlossen. Zusammen mit engagierten Privatpersonen haben sie sich zum Ziel gesetzt, eine Lobby für Jugendliche zu sein. Das Bündnis Recht auf Bildung, Partizipation, Information, freie Meinungsäußerung stellt das Recht auf Bildung wie es in der UN-Konvention für die Rechte der Kinder und Jugendliche festgeschrieben ist, aus verschiedenen Perspektiven öffentlich dar; tritt dafür ein, die Bildungswelt und Bildungskultur von Kindern und Jugendlichen zu ver-bessern, aufzubauen, zurück zu gewinnen und zu sichern; will durch Vernetzung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, das Recht auf Bildung – jederzeit und überall – in Bayern politisch durchzusetzen und vor Ort mit vielen Partnern auch konkret zu verwirklichen. Die Besonderheit von ‚Bildungskompass-Fürth‘ ist, eine intelligente Plattform rundum Schule, Beruf, Aus-/Weiterbildung und Studium von/für Schüler und Studenten zur Ver-fügung zu stellen. Die besondere Qualität dieses Angebotes ist, dass Schüler und Studen-ten als Experten für Jugendliche die Inhalte recherchieren, aufbereiten und ins Netz stel-len. Eine virtuelle Website wird neu gestaltet. 08. Juli - 8. spektakuläres Benefiz-Gummi-Entenrennen zugunsten des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt Spektakuläres Benefiz-Gummi-Entenrennen - 1000 Gummienten wurden von der Fa. de-facto software gesponsert. Wegen des großen Andrangs wurden die Enten erst kurz nach 14 Uhr von der DLRG am Engelhardtsteg zu Wasser gelassen. Mehr als 1.000 Besucher säumten die Strecke um Ihre flinken Favoriten auf der Pegnitz lautstark anzufeuern. Der Erlös der Benefiz-Veranstaltung fließt zu 100% auch dieses Jahr in die umfangreiche Vereins- und Projektarbeit ‚Gemeinsam Wachsen‘ des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. und somit in die Förderung und Stärkung von Kindern und deren Recht auf individuelle Entfaltung. 22. September - Weltkindertag Gemeinsam mit vielen Partnern organisierten das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt als Initiator und Mitveranstalter mit dem Stadtjugendring und dem Spielhaus, Abteilung Ju-gendarbeit den Weltkindertag im Fürther Südstadtpark. Sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene waren vom vielfältigen Angebot begeis-tert: Kinder- und Jugendbühne, Spiellandschaften, Erlebnisstationen, Workshops, Theater, Ausstellungen, Infostände, Lesung, Livemusik, buntes Bühnenprogramm. Alle Aktionspartner haben mit ihren Angeboten den Kinderrechten in Fürth mehr Gel-tung verschafft: 14. Dezember - Altstadtweihnaht Das Netzwerkteam veranstaltete am Samstag, den 14.12., zur Altstadtweihnacht am Waagplatz, eine interaktive Clown-Show für Kinder, die sich mit großer Begeisterung an der lustigen Aktion beteiligten. Zum Abschluss bekamen die Kinder einen riesigen Applaus und vom Netzwerkteam Post-karten aus dem Schulmalwettbewerb 2009 angeboten, die Grundschüler im Rahmen ihres Kunstunterrichts gestaltet hatten – für das Publikum gegen eine freiwillige Spende. Ausblick 2013 ‚Gemeinsam Wachsen‘ startet im April 2013 bis März 2014 die zweite Projekt-Staffel für fünf weitere Familien. 08. Juni - Weltspieltag Unter dem Motto Weltspieltag ‚Spielen bildet’, veranstalten wir in der Fußgängerzone mit vielen Aktionspartnern 12 Spielstationen. Auftakt mit dem Trommelworkshop und 20 Trommelbegeisterte. Highlight ist eine hochkarätige Podiumsdiskussion, Unter der Anleitung von Frau Dipl. Päd. Alexandra Szymaniak, moderieren vier Schüler des Heinrich-Schliemann-Gymnasium zum Thema ‚Generation ADHS!‘ die Diskussion. 7. Juli - Fürther Entenrennen zum Fürth Festival auf der Pegnitz. 22. bis 26. Juli – Kinderrechteweg zum Recht auf ‚Elterliche Fürsorge‘ Sponsorenpartner defacto software stiftung in Kooperation mit der Grundschule Hans-Sachs-Straße 30 gestalten 20 Schüler unter der Betreuung des Kunstlehrers und der An-leitung einer Mosaik-Künstlerin den Eingangsbereich ihrer Schule. 28. September Weltkindertag ‚Recht auf Bildung, freie Meinungsäußerung und Partizipa-tion und Elterliche Fürsorge – Kinderrechteweg’ Präsentation der Projektdokumentation und Fotoausstellung. Fürth, März 2013 f.d.R. Maria Fontana-Eberle 1. Vorsitzende