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Kunstprojekt Fürther Kinderrechteweg’


Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung der Jury 365 Orte im Land der Ideen zum Fürther Kinderrechteweg


Kunst für Kinderrechte


„Der Mensch schuldet dem Kind das Beste, was er zu geben hat“,
heißt es in der UNO-Deklaration zum Schutz des Kindes. Leider ist dieser
Grundsatz in der Gesellschaft nicht mit der gleichen Selbstverständlichkeit
verankert, mit der er auf dem Papier steht. Um dem Anspruch von jungen
Menschen mehr Geltung und Gehör zu verschaffen, hat sich das
Netzwerk Kinderfreundliche Stadt Fürth etwas Besonderes ausgedacht:

 

Eine Ausstellung von Skulpturen soll Probleme aufzeigen - Kunst für Kinderrechte

Die Kinder und Jugendlichen der Stadt Fürth fordern das, was ihnen zusteht - mit den Mitteln der Kunst. Zum Thema «Kinderrechte ins Grundgesetz» haben sie drei Metallskulpturen angefertigt.

Die Werke werden an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet platziert. Schon während einer Projektwoche im Juli 2008 suchten sich die Kinder in einzelnen Gruppen jeweils ein Kinderrecht aus den Vorgaben der Menschenrechtsorganisation Unicef aus und sammelten anschließend ihre Ideen dazu.
Unter Anleitung professioneller Künstler schaffen Kinder und Jugendliche
Metall-Skulpturen, die jeweils ein bestimmtes Grundrecht repräsentieren.
Die ersten drei Installationen werden an verschiedenen Plätzen aufgestellt.
So erinnert eine Metall-Skulptur an einer Grundschule
an den Anspruch der Kinder auf Bildung. Ein weiteres Kunstwerk, an einem
öffentlichen Spielplatz gemahnt daran, dass Kindern auch Spiel
und Freizeit zusteht. Das dritte Objekt erinnert an einem Kinderhort auf das
‚Recht auf Gleichheit’. Nach und nach soll so mit den Mitteln der
Kunst ein KinderRechteWeg entstehen, der wachruft, was Menschen
Kindern schulden: das Beste, was sie ihnen geben können.

 

Kinderfreundlichere Stadt

Schirmherrin des Projekts ist Petra Beck, Geschäftsführerin der Bäckerei «Der Beck» und Vorsitzende der bäckereieigenen Kinderfonds-Stiftung. Gefördert wurde das Kunstprojekt von der Stiftung Aktion Mensch – die Gesellschafter und Beck Kinderfondstiftung. Die Kunst der Kinder soll helfen, das Thema der Kinderrechte nachhaltig in der Stadt bekanntzumachen und dadurch eine kinderfreundlichere Stadtentwicklung zu ermöglichen.

Dabei dient die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen als Grundlage. «Die Interessen von Kindern und Jugendlichen spielen in Deutschland immer noch eine Nebenrolle», klagt Maria Fontana-Eberle. Man dürfe nicht zulassen, dass die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz weiterhin am Widerstand der Union scheitere, so Fontana-Eberle.

 


Foto- und Skulpturenausstellung am Weltkindertag

Dadurch entsteht der «Fürther Kinderrechteweg», der über die nächsten fünf Jahre mit weiteren Kunstobjekten ergänzt werden soll. «Ich wünsche mir, dass wir vielleicht alle zwei Jahre ein solches Projekt mit Schirmherrn starten können, und noch weitere Skulpturen dazukommen», sagt Fontana-Eberle.

Das Kunstprojekt wurde mit einer Foto- und Skulpturenausstellung dokumentiert und am Weltkindertag 2008 präsentiert.


Auszeichnungen

Das Kunstprojekt wurde vom Bundeswettbewerb 365 Orte im Land der Ideen ausgezeichnet.

Das Kunstprojekt fand großes Interesse beim Deutschen Kinderhilfswerk und wurde in Form eines Flyers als beispielhafte Projektidee im Menschenrechte-Koffer aufgenommen.