2006
Vorwort
Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. legt seinen Jahresbericht 2006 vor. In diesem Bericht wird einerseits das Selbstverständnis des Vereins Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. dargestellt, andererseits enthält der Bericht einen Überblick über die wichtigsten Aktivitäten. Festgestellt werden kann an dieser Stelle:
o Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat sich als anerkannter Träger der Jugendhilfe weiter etabliert.
o Es ist den Verantwortlichen gelungen, den Gedanken des Netzwerkes profiliert zu differenzieren und weiterzuentwickeln.
der Verein
Aufgabe des Vereins
Der Verein Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. hat - lt. seiner Satzung - sich die Förderung
o der öffentlichen Gesundheitspflege
o der Jugendpflege und der Jugendfürsorge
o der Erziehung, der Volks- und Berufsbildung
o der Bildung für nachhaltige Entwicklung
o Kinder- und Jugendhilfe
vorgenommen. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Förderung
o des europäischen Austausches in Bezug auf die Vereinszwecke
o eines Informations- und Forschungsnetzes sowie eines Kontaktpools zum Thema verhaltensauffällige und hyperaktive Kinder auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene
o der Projektarbeit für ADS / ADHS-Kinder
o von kreativen, innovativen Bildungsprojekten
o des ökologischen Bewusstseins und der Umweltbildung
o die Errichtung eines Netzwerkes diverser Institutionen der Kinderbetreuungs- und Kinderhilfsorganisationen, mit dem Ziel einer kinder- und familienfreundlichen Umwelt, Erhaltung und Ausbau positiver Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien.
Der Verein hat darüber hinaus das Ziel, ein Kinderbüro in Fürth zu installieren. Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und ist verantwortlich
für die Ausarbeitung eines Konzeptes. Er unterstützt die laufende Arbeit des Kinderbüros im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das Kinderbüro arbeitet mit der Stadtverwaltung zusammen, um die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Fürth zu verbessern.
Der Verein hat sich ferner zum Ziel gesetzt, neue Schul-, Lehr- und Lernformen zu fördern. Dazu zählen:
o Kreative Bildungs- und Schulprojekte
o Erlebnispädagogische Projekte
o Umweltpädagogische Projekte
Zu diesem Zweck leistet er Öffentlichkeitsarbeit und unterstützt die Finanzierung von Projekten im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der Verein kann außerdem zur Umsetzung des Vereinszwecks Gesellschaften, Organisationen oder/und Einrichtungen schaffen sowie weitere Projekte mit Kindern fördern, mit anderen Partnern gemeinsam betreiben oder von anderen betreiben lassen. Er kann zur Förderung dieser Arbeit Fremdmittel und Eigenmittel einsetzen. Die Arbeit des Vereins soll ethisch, wissenschaftlich und fachlich begründet sein und dem Stande der wissenschaftlich-fachlichen Erkenntnisse entsprechen. Der Verein arbeitet auf überparteilicher und überkonfessioneller Grundlage. Der Verein ist gemeinnützig tätig. Als anerkannter Träger der Jugendhilfe ist er Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband.
Vorstand
Der satzungsgemäße Vortand des Vereins Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. besteht aus
der ersten Vorsitzenden, Maria Fontana-Eberle,
dem zweiten Vorsitzenden, Klaus Nagel,
der dritten Vorsitzenden, Heike Lutter.
Als Schatzmeisterin wurde Anne Buttazzo und als Schriftführerin Katharina Hager gewählt.
Struktur
Der Verein ist aufgrund neuer, aktiver Mitglieder (vergl. § 7 der Satzung) dabei, sein Selbstverständnis als Netzwerk stärker auszuprägen. Die Arbeit des Vereins gliedert sich derzeit in 6 Referate:
o Referat Kinderpolitik
o Referat AD(H)S & Co
o Referat Bildung & Kultur
o Referat Ferien
o Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit
o Referat Fortbildung
Das Referat Öffentlichkeitsarbeit & Netzwerkarbeit bestimmt zu wesentlichen Teilen die Arbeit des Vorstands. Das Referat Fortbildung wird im Jahr 2006 die Arbeit aufnehmen.
das Büro
Der Verein hat sein Büro im Kultur.trans.fair in der Herrnstraße 71 90763 Fürth. Das Büro ist Dienstag bis Donnerstag von 08:30 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet und freitags von 08:30 Uhr bis 14:00 und ab September 2006 Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr und Donnerstag von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Über die Agentur für Arbeit Fürth wird eine Mitarbeiterin im Bürodienst finanziert.
Kultur.trans.fair
... ist eine Interessengemeinschaft und Kooperationspartnerschaft zwischen Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V., Türkischen Kulturverein, AWO Kindergruppe, Mütterzentrum Fürth und Naturwerkstatt Edda Schneider. Die Vorsitzende des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. Maria Fontana-Eberle organisiert und veranstaltet seit 2003 bis Dezember 2006 sechs Mal - die Sitzungen des Kultur.trans.fair in der Herrnstraße 71 in Fürth Schwerpunkt der Vernetzungsarbeit ist die Förderung des kulturellen Austausches zwischen den Kooperationspartner
die Aktivitäten
Referat Kinderpolitik
Weltkindertag Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt veranstaltet in Kooperation mit dem Spielmobil der Stadt Fürth und dem Stadtjugendring auch 2006 den WKT Der Kinderrechte- Tag steht unter dem Motto "Roter Faden - Partizipation" Kinder sind das schwächste Glied der Gesellschaft - ohne lautstarke Lobby fehlt oft die nötige Wahrnehmung ihrer Rechte und Bedürfnisse. Mehr Aufmerksamkeit für Mädchen und Jungen wünschen sich auch die Veranstalter des Weltkindertages, der erstmals seit vielen Jahren wieder in Fürth, initiiert im Jahr 2005 durch die 1. Vorsitzende Maria Fontana-Eberle, gefeiert wird. Am Samstag, 24. September 2006, haben über 200 Mitwirkende unter dem Motto "Kinder haben Rechte" im Südstadtpark einen bunten Informations- und Erlebnistag rund um Kinderrechte auf die Beine gestellt. Das Wichtigste vorweg: Der Tag ist für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen mit und ohne Kinder gedacht. Zu den freiwillig Aktiven zählen sowohl Kinder- und Jugendeinrichtungen, Vereine und soziale Institutionen als auch Schulen und Parteien. Veranstalter sind das Spielmobil der Stadt Fürth, der Stadtjugendring und das Netzwerk kinderfreundliche Stadt e.V. Die unterschiedlichen Angebote, die von 14 bis 18 Uhr im Südstadtpark sowie auf der dortigen Bühne angeboten wurden, können in vier Kategorien unterteilt werden:
1. Theater, Tanz und Livemusik (zum Beispiel Türkische/Fränkische Folklore; Puppentheater oder Musik vom integrativen Ensemble Blue Frogs);
2. Spiele und Sport (unter anderem Erdball und Geschicklichkeitsspiele, Menschenkicker oder Autogrammstunde mit Fußballprofi der SpVgg Greuther Fürth);
3. Bildung und Information (zum Beispiel Ernährung mit allen Sinnen; Kinderinterviews, Lerntyp-Check, Grüne Gentechnik);
4. Erlebnisstationen und Workshops (Hörzelt, kindgerechte Stadtgestaltung, Spiele bauen aus Recyclingmaterial und vieles mehr).
Alle Programmpunkte und Beiträge stehen jeweils in Verbindung zu einem oder mehreren der Kinderrechte, die die Vereinten Nationen 1989 verabschiedet haben. Zwei Beispiele: Der Spielparcours des Klinikums Fürth nimmt Bezug auf das "Recht auf Gesundheit und Wohlbefinden" und die Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Stadt Fürth stellt das "Recht auf elterliche Fürsorge" mit Hilfe eines professionellen "Kommunikators" dar, der Eltern und Kinder Kontakte und Begegnungen ganz neu erfahren lernt. Von 18 bis 22 Uhr klang der Kindertag mit Livemusik in der Grünen Halle aus.
Den Aktionspartnern, die den Weltkindertag gestalten, und den Veranstaltern ist vor allem die Nachhaltigkeit wichtig: "Dass Kinder Rechte haben, muss in den Köpfen noch stärker verankert werden". Dass dies kein Wunschtraum ist, hat sich bereits bei der mehrmonatigen Vorbereitungsphase gezeigt. So wurde das Thema beispielsweise erstmals im vergangenen Schuljahr in den Unterricht eingebaut. Um das Thema auch in Zukunft weiterzuverfolgen, wurde ein Film über Kinderrechte in Auftrag gegeben, der im November präsentiert wurde und allen Aktionspartnern geschenkt. An fünf Kinderrechten und Szenen vom Weltkindertag soll die Umsetzung von Anspruch und Wirklichkeit exemplarisch verdeutlicht werden. Der WKT 06 war eine spannende, innovative, entwicklungsfördernde, anregende Veranstaltung, für die Teilnehmer /Aktiven, sowie für die BesucherInnen, mit nachhaltiger Wirkung. Das Netzwerk für eine kinderfreundliche Stadt Fürth ist weiter ausgebaut und ein ganzes Stück dichter geworden. Die Kontakte werden auch in anderen Zusammenhängen genutzt. Die Stimmung auf dem WKT- Fest war einfach super - es gab nur Gewinner!
Referat AD(H)S & Co
Die vorbereitenden Arbeiten an diesem Projekt sind nahezu abgeschlossen: Alexandra Szymaniak hat die Konzeption erstellt und dabei neue aktuelle Elemente im Bereich der Diagnostik eingearbeitet. In weiteren Schritten kommt es darauf an, die Finanzierung und die politische Unterstützung dieses Projekts zu sichern. In der Vorbereitung dieses Projekts arbeiten mit: Dr. Hedwig Vogl, Allgemeinärztin und Homöopathin; Alexandra Szymaniak, Diplom Pädagogin; Gabriele Wolf, Lernberaterin; Dieter Rosenbauer, Beratungslehrer, Lerndiagnostik und Rektor i.R.; Conny Diederich, Gestaltungstherapeutin; Maria Fontana-Eberle, Anwaltsfachfrau und Projektleiterin; Christine Van Carnap, Grundschullehrerin und Motivationstrainerin. Das Projekt-Management liegt bei Martin Schmitz (Dipl.) Sozialpädagoge, Organisationsberater und Supervisor (DGSv).
Referat Bildung & Kultur
SCHULE DER PHANTASIE - Fürth
Seit Januar ist die SCHULE DER PHANTASIE-Fürth ein festes Referat des Netzwerks Kinderfreundliche Stadt e.V.. Das Referat steht unter Leitung von Ulrike Irrgang und Lutz Krutein, unterstützt durch Katharina Hager und Frauke Delatron. Einmal wöchentlich findet sich seit Januar 2006 der engste Kreis (Kernphantasten) zu einer Team-Sitzung zusammen. Angelehnt an das erfolgreiche Modell der "Schule der Phantasie" in München, welches bereits modifiziert von vielen anderen Städten Deutschlands umgesetzt wurde, möchten die Initiatoren, neben der längst bestehenden Sing- und Musikschule Fürths eine Schule in Fürth etablieren, die die Kreativität, den Erfindergeist und die Persönlichkeit von Kindern und Jugendlichen stärkt und damit Zukunftschancen für ein selbstbewusstes Leben erhöht.
Tätigkeiten der SCHULE DER PHANTASIE im Jahr 2006:
Januar
Leitung der SDPh stellt ihre Arbeit an der Grundschule Kirchplatz vor
Erstellen des Kinderjubiläumsprogramms "PHANTASIA liegt in Fürth"
Teilnahme am AK-Weltkindertag
Neujahrsempfang für Interessierte im Atelier Arenz-Krutein
Februar
Freier Malkurs im MÜZE
Kontaktaufnahme mit dem Quartiersmangement
März
Kleine Kunstwerkstatt MÜZE / Malgruppe Atelier Arenz-Krutein
Besuch der 3. Buisness-Lounge
April
3-Tage Fortbildung des Phantasten-Team,"Kunst&Spiel", Burg Hoheneck
Osterferienprojekt - Badstraße
WONDABA , gemeinsam mit dem Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. (Pressemeldung)
Osterferienprogramm - Grüne Halle
Mai
Leitung der SDPh stellt ihre Arbeit an der Pestalozzischule vor
Schulfest Grundschule am Kirchplatz- Kleine Malaktion mit Elterninformation zum Pilotprojekt der SDPh (Leitung)
Juni
Pilotprojekt an der Grundschule am Kirchplatz, unterstützt von der Leupoldstiftung - 1.Staffel (Juni/Juli) : Das Gänseblümchen im Schuhkarton. Auf der Suche nach dem Inneren Farbraum. (Franken-TV und Pressemeldung) Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung schaute persönlich vorbei und versprach weitere Unterstützung.
Kunst-Projektwoche an der Grundschule Zirndorf mit insgesamt über 400 Kindern. Projektthema "Die Sonnenkönigin" mit verschiedenen Werkstätten.(Pressemeldung)
Juli
Beteiligung am Fürth-Festival - Entenrennen und erste Quadrate -Mal&Verkaufsaktion.
Kinder und Künstler malen Quadrate für das HAUS PHANTASIA. Mit dem Verkaufserlös soll qm-Weise das zukünftige HAUS PHANTASIA finanziert werden: Renovierung, laufende Kosten…
August
Fortbildungsveranstaltung für Mitarbeiter des Familienzentrums Zirndorf
September
Matthildenstraßenfest: Unterstützung des Matthildenstraßenfest mit einer kleinen Kunstetappe.
Weltkindertag 2006- Das Thema Partizipation wurde künstlerisch aufgegriffen und mit den Kindern umgesetzt: Zwei große Traumfänger wurden gespannt, in die die Kinder verschieden erarbeitete Wünsche binden konnten. Die Wünsche konnten sie vorab an drei Werkplätzen fertigen- Schreibwerkstatt - Objektwerkstatt- Malwerkstatt. Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung schaute persönlich vorbei und versprach Unterstützung. (Pressemeldung) Malzeit (siehe Rechenschaftsbericht Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V.)
Oktober
Grundschule am Kirchplatz - Pilotprojekt 2. Staffel (Oktober / November): Eine Reise zu fremden Sternen. Entdeckung phantastischer Formen und Gestalten.
November
Grundschule am Kirchplatz - Pilotprojekt 3.Staffel (November / Dezember): Die Filzwerkstatt.
Dezember
Renovierung von HAUS PHANTASIA
Quadrate -Verkaufsaktion über den Einzelhandel.
MAL-ZEIT" ein Kinderkunstprojekt für chronisch kranke Kinder & Jugendliche
Auf Initiative der 1. Vorsitzenden Maria Fontana-Eberle beschlossen die Kooperationspartner mit der Schule der Phantasie und dem Klinikum Fürth eine gemeinsame Projektgestaltung
‚MAL-ZEIT', das Jahres-Kunst-Projekt für chronisch kranke Kinder und Jugendliche seit Oktober 2006 an einem Samstag im Monat. Quereinstieg ist jederzeit möglich! Die 6-14 jährigen Kinder und Jugendlichen treffen sich monatlich an einem Samstagnachmittag um einzeln und/oder in Gruppenarbeit mit Farben, Staffeleien, Tonerde und anderen unterschiedlichen Materialien zu arbeiten. Die jungen TeilnehmerInnen sollen aufs verschiedenartigste inspiriert, ihre eigenen Ideen künstlerisch gestalten und verwirklichen. Im Vordergrund des kreativen Schaffens steht dabei die Stärkung vorhandener Fähigkeiten sowie die Erarbeitung des eigenen Ausdrucks. Das Kunstprojekt bietet chronisch kranken Kindern und Jugendlichen Unterstützung bei der Annahme ihrer schwierigen Lebenssituation und ermöglicht die Stärkung ihres eigenen heilen Potenzials.
Konzept/Projektleitung: Katharina Hager und Heidemarie Schweiger
" Veranstaltungsort: Haus Phantasia, Wasserstr. 5 Fürth-Innenstadt
Carmina Burana - Tanz-Theater-Projekt mit Fürther Schülern zum 1000-jährigen Stadtjubiläum
Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. konzipiert Tanztheaterprojekt ‚Carmina Burana' für Kinder und Jugendliche in Kooperation mit dem Stadttheater Fürth und der Hauptschule Soldnerstrasse und bewirbt sich zum Stadtjubiläum 2007! Inspiriert durch den Dokumentations-Film `Rhythm is it!` organisierte die Initiatorin Maria Fontana-Eberle, 1. Vorsitzende des Vereins Netzwerk Kinderfreundliche Stadt im Jahr 2005 ein professionelles Tanztheater-Projekt für Fürther Schüler. Begeisterte Kooperationspartner fanden sich mit dem Stadttheater Fürth und der Hauptschule Soldnerstrasse. Im Sommer 2005 erarbeiteten 120 SchülerInnen innerhalb einer Projektwoche an der Hauptschule Soldnerstrasse das Tanztheaterstück ‚Zwei Amerikaner in Paris'. Die Musikrichtung des Stückes war eine Mischung aus klassischen Elementen und Musical-Stil. Inhaltlich thematisierte das Stück das ‚Alltagsleben in der Großstadt Paris'. Die Kinder empfanden unter Anleitung der Profitänzerin und Choreographin Fernanda Guimarães in ihrem Tanz verschiedene Charaktere einer Großstadt nach. Durch die erfolgreiche Teamarbeit beschlossen alle beteiligte Partner das Tanztheaterprojekt "Carmina Burana" zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt Fürth im März 2007 im Kulturforum uraufzuführen. Seit September 2006 wird ca. 70 Fürther Schülern im Alter von 10 bis 18 Jahren die Gelegenheit geboten, unter professioneller Anleitung von Fernanda Guimarães eine Tanzchoreografie zu Carl Orffs Meisterwerk "Carmina Burana" zu erarbeiten. Die gerade junge Menschen ansprechende, rhythmische Musik, und der, durch die Säulen bedingte sakrale Charakter des Fürther Kulturforums als Aufführungsort, gaben den Ausschlag dafür, diese Komposition zur Grundlage der Choreografie zu machen.
Hintergrund des Projektes
Fürther Jugendliche aus verschiedenen sozialen und kulturellen Verhältnissen sollen innerhalb des Tanztheaterprojektes ‚Carmina Burana' zusammengeführt werden. Berücksichtigung fanden dabei nicht nur Kinder, die sich bereits für Theater und Tanz interessieren, sondern gerade die Jugendlichen, die in ihrem bisherigen Leben weder mit Tanz noch mit klassischer Musik in Berührung gekommen sind. Kinder, die wenig oder keine Gelegenheit hatten am kulturellen Leben der Stadt teilzunehmen. Zu den 50 beteiligten Schülern der HS Soldnerstrasse wurden weitere 20 Teilnehmer aus anderen Fürther Schulen über das Stadttheater gecastet. Die Projektevaluation wird unter Leitung der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Pfeiffer, von Frau Nicola Wientzek innerhalb ihrer Diplomarbeit wissenschaftlich begleitet und doku-mentiert.
Zielsetzung
Durch seinen integrativen Charakter soll das Tanzprojekt allen teilnehmenden Schülern neue Erfahrungs- und Begegnungsmöglichkeiten eröffnen und so ihre künstlerische persönliche und soziale Entwicklung fördern wie: Inneres Gleichgewicht, Identitätsfindung, soziale Kompetenz, Teamfähigkeit. Sieben Monate intensive Trainings- und Probearbeiten vermitteln diesen Schülern nicht nur tänzerische Fähigkeiten, vielmehr erfahren sich die Jugendlichen selbst, ihre Leistungsfähigkeit und die Notwendigkeit mit Anderen gemeinsam Großes zu bewirken. Sie werden den Erfolg ernten, der aus Können, Willen, Disziplin und Gemeinschaft geboren wird. Durch die Kooperation Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. - HS Soldnerstraße - Stadttheater Fürth ist es gelungen ein nachhaltiges Projekt zu entwickeln, das innerhalb vier großer Aufführungen am 29.03./30.03./ je 20 Uhr und am 31. 03. um 17.00 und 20.00 Uhr (4 Termine!) im Kulturforum der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Beteiligte Partner
Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. :
Maria Fontana-Eberle (Idee/Konzeption und Projektleitung),
Anne Buttazzo (Projektmanagement)
Stadttheater Fürth: Werner Müller (Intendant),
Felix Eckerle (Dramaturg),
Fernanda Guimarães (Choreographie) Kostüme/Bühnenbild/künstlerische Leitung
HS Soldnerstraße,
Pädagogische Leitung: Sabine Hardege,
Pädag. Betreuung Marion Erben, Imgard Gronbach, Joseph Albersdorfer
Evaluation/Leitung: Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg,
Prof. Dr. Pfeiffer und Frau Nicola Wientzek (Diplomandin)
Referat Ferien
Osterferien-Projekt
Integratives Osterferienprojekt 2006 der Schule der Phantasie und des Netzwerks Kinderfreundliche Stadt e.V. WONDABA - Im Land der wilden Wesen
In Kooperation mit der Schule der Phantasie bieten das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt ein vielfältiges künstlerisches Angebot. Dabei geht es um die individuelle Stärkung und Förderung von Kindern im Bereich Kreativität, Erfindergeist und Motivation. Das Kursangebot richtet sich an Privatpersonenen und öffentliche Einrichtungen, wie Kindergärten und Grundschulen. Auch Unternehmen können von der 'Schule der Phantasie' profitieren. Vier Tage lang erschafften sich Kinder mit Künstlern und Fachpädagogen der Schule der Phantasie eine eigene Theaterwelt im Grünen. Sie schlüpften hinter selbst entworfene Masken, um mit diesen zu spielen, studieren kleine Rollen ein, lernten spielerisch erste Elemente von Bewegung und Tanz. Sie bauten und bemalten Kulissen, stellten einfache Musikinstrumente her, experimentierten mit allen Sinnen und Gegensätzen wie laut und leise, schnell und langsam, geordnet und frei und entwickelten nach und nach ein Schauspiel, mit dem das Land der wilden Wesen am letzten Tag in einem phantasievollen Spektakel zu Ende ging. Für Mittagessen und weitere Verpflegung wude gesorgt. Bei schlechtem Wetter arbeiteten und spielten die Kinder im Saal, sonst im Freien. Teilnehmerzahl: 14 Kinder Altersgruppe: 8 - 12 Jahre Zeitraum: 10. bis 13. April 2006, täglich von 8:00 bis 16:30 Uhr Veranstaltungsort: Altes Flussbad an der Badstraße/Rednitzauen Konzeption/Projektleitung: Schule der Phantasie, Ulli Irrgang, Katharina Hager, Lutz Krutein Projektmanagement: Maria Fontana-Eberle
Integratives Pfingstferienprojekt 2006
Behinderte, nicht behinderte und besonders begabte Kinder bildeten die Teilnehmer der Theater- und Filmwerkstatt: Zukunft unter dem Titel "Eine lebenswerte Zukunft für ALLE - Kinder gestalten ihre Zukunft" Der Projektschwerpunkt lag auf der medialen - künstlerischen Bearbeitung des Themas "eine lebenswerte Zukunft für alle - Kinder gestalten ihre Zukunft". Die beiden großen Ausdrucksmethoden "Theater" und "Film" stehen zur Verfügung. Das filmerische Element erhält den Schwerpunkt "Dokumentarfilm". So besteht die Möglichkeit, das Produkt der Theatergruppe in den Film zu integrieren.
Theater
o Reise in die Zukunft
o Schule der Zukunft
o Besuche im Weltall
o Theateraufführung als Abschluss (Elterneinladung, u.a. Gäste)
Film
o Dokumentarfilm über Theaterstück
o Museum der Zukunft
o Dokumentation der Gedanken zur Zukunft (z.B. Energieformen, Lebensformen, Tierschutz....) ' Ausflüge, Besichtigungen und Interviews (event. Kontakt zu Architekten mit alternativer Bauweise...)
o Materialien als "Lebendiges Lehrbuch" - Versuchsreihen aufbauen und dokumentieren
o Politik für die Zukunft? - Gibt es das? - z.B. Fragen an unseren Bürgermeister und den Stadtrat oder andere politische Persönlichkeiten.
o Filmaufführung als Abschluss (Elterneinladung, u.a. Gäste)
Filmprojekt o Schnitt und Technik wird durch erwachsene Helfer (weitgehend) getragen
o die anderen Kinder sind unterwegs. In Redaktionssitzungen mit allen Kindern wird das Grundlegende besprochen, dann trennen sich die Kinder. Für die Vorführung wurden Plakate, Eintrittskarten, Programme, Dekoration erstellt. Kinder und Betreuer entscheiden gemeinsam:
o ob beide Ausdruckselemente gewählt werden und in welcher Form,
o wie konkrete Inhalte und Aufbau von Film oder Theaterstück aussehen,
o in welchen Bereichen recherchiert wird,
o wie die Präsentation zum Abschluss aussieht und welche Gestaltungsmöglichkeiten zum Einsatz kommen
Ferienprojekte ...werden vom Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. getragen und sind mit ihrem integrativen Charakter (Teilnehmer sind: behinderte nicht behinderte und besonders begabte Kinder) immer auch auf soziales Lernen ausgerichtet. Im Zeitraum von vier ganzen aufeinander folgenden Tagen entstehen in sich abgeschlossene Teilprojekte. So können immer auch neue Kinder hinzukommen. Fortsetzung des Herbstferienprojektes 2005 - Theater- und Filmprojekt Pfingstferienprojekt 2006
o Einstieg ins Thema: "Wir bauen unsere Stadt der Zukunft" - Kartonstadt mit z.B. Erfinderstube, Medienzentrum, Rathaus....
o Bau einer Miniaturstadt auf ca. 2 - 4 m2 (Jungen: eher technologische Ausrichtung, Mädchen: eher soziale, visuelle Ausrichtung) Fortsetzung "Eine lebenswerte Zukunft für ALLE - Kinder gestalten ihre Zukunft"
o Dokumentarfilmprojekt: Interview der Kinder an Passanten der Innenstadt Fürth und Besuch im Fürther Rathaus beim OB Dr. Jung: die Nachwuchsjournalisten kommen aus verschiedenen Schulen der Stadt Fürth, Nürnberg, Lauf, Pegnitz um über nachfolgende Themen zu interviewen: Museum der Zukunft, künftige Energie oder -Lebensformen, Tierschutz, Politik der Zukunft
o Theaterprojekt "Reise ins Weltalls
o Abschlusspräsentation des Theater- und Firmprojektes vor Publikum: Eltern und Presse waren dabei!
Eine Ausstellung und ein Buchprojekt über Partizipationsprojekte im Netzwerk ist für das Jahr 2008 geplant
Teilnehmerzahl: 20 Kinder Altersgruppe: 8 - 12 Jahre Zeitraum: 06.06.06 - 09.06.06 Veranstaltungsort: Konzeption/Projektleitung: Alexandra Szymaniak Diplom-Pädagogin (Univ.) PCCT - Pädagogisches Coaching, Consulting, Training) Kooperationspartner: Besonders Begabte Kinder e.V. Projektmanagement: Maria Fontana-Eberle Dauer: 06.06. - 09.06. - Freitag, 09.06.06 Theater- und Filmvorführung Teilnehmer: 20 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren
Referat Öffentlichkeitsarbeit & Marketing
Das vorrangige Bestreben des Referates Marketing und Öffentlichkeitsarbeit lag 2006 in der Bekanntmachung des Vereins auf breiter Ebene. Dazu gehörten regelmäßige PR-Berichte in der lokalen Presse, die über Termine, Projekte, Veranstaltungen, Bürozeiten u.ä. Auskunft gaben. Um eine entsprechende Teilnehmerzahl zu erreichen, wurden die netzwerkeigenen Ferienprojekte (in den Oster-, Pfingst- und Herbstferien) besonders über die Presse beworben. Die lokalen Pressevertreter erhielten persönliche Einladungen, den Projekten beizuwohnen, um eine anschließende Projekt-Berichterstattung zu gewährleisten. Parallel zu allen Aktivitäten wurde die Netzwerk-Homepage inhaltlich entsprechend aktualisiert.
Öffentliche Werbe-Aktionen
o Februar 2006: Relaunch der Netzwerk-Homepage
Die Netzwerk-Homepage wurde komplett überarbeitet. Neu hinzu kamen die Navigationen: Veranstaltungsrückblick und Fotogalerie um dem User durch entsprechend eingepflegtes Fotomaterial/ Infos zu allen Projekten und Veranstaltungen, die Netzwerkarbeit noch transparenter zu machen.
o März 2006: Konzeption eines neuen Netzwerk-Info-Flyers
Herausgabe eines neuen gedruckten Netzwerk-Info-Flyers für die Verteilung bei Projekten und Veranstaltungen sowie an frequentierten Einrichtungen wie Sozialtrathaus, Volksbücherei, Touristik-Büro, Kindergärten, Horte, etc. Druckkostenbeteiligung/-übernahme durch Sponsoren.
o Mai 2006: Haus- und Höfe-Schatzsuche für Kinder im Rahmen des 5. Mathildenstrassenfestes am 5. Mai. Das Quartiersmanagement 'beauftragte' das Netzwerk mit der Konzeption und Ausführung einer Stadtteil-Rallye. Über 22 Fotomotiv-Stationen, die von den teilnehmenden Kindern gefunden werden mussten, gelangten sie zu einer mit 'Goldstücken' gefüllten Schatzkiste. Neben Spiel und Spaß war ein wichtiger Aspekt, das Augenmerk der Kinder auf 'Gebäude'-Details, wie besondere Schriftzüge, nostalgische Balkone, Ornamente an Mauern und/oder die Pflanzenwelt der Hinterhöfe zu lenken. Mit der Hinterhofschatzsuche und der Verteilung von Flyern an alle Teilnehmer konnte sich das Netzwerk zudem einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
o Juni 2006: Gummi-Enten-Vorverkauf startet auf dem Fürther Grafflmarkt Für das aufmerksamkeitsstarke 3.Gummi-Entenrennen in Kooperation mit dem Fürther Hotel Mercure startete das Netzwerk den Vorverkauf mit einem Stand auf dem Fürther Grafflmarkt. Bis zum Rennstart am 16. Juli auf der Pegnitz sollten alle Enten-Renn-Fans mit den witzigen gelben Gesellen versorgt sein. Attraktive Preise im Gesamtwert von über 2000,- € wurden von Sponsoren zur Verfügung gestellt.
o Juni 2006: Pressetermin im Fürther Hotel Mercure mit Entenrennen-Kooperationspartnern Gemeinsam mit dem Hauptsponsor, Herrn Michel Gosselin (Fürther Hotel Mercure), der Hauptpreissponsorin Frau Susanne Dehm (Quelle-Bausparkasse) und der Schirmherrin Frau Petra Guttenberger MdL (CSU) traf sich das Netzwerk zum offiziellen Vorverkaufsstart im Fürther Hotel Mercure im Rahmen eines Pressetermins. Ein entsprechender Artikel in der FN folgte.
o Juli 2006: Benefiz-Gummi-Entenrennen am 16. Juli 2006 während des Fürth Festivals Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. veranstaltete am Sonntag, 16. Juli in Kooperation mit dem Fürther Hotel Mercure das 2. spektakuläre 'Entenrennen' auf der Pegnitz unter der Schirmherrschaft von Frau Petra Guttenberger MdL Ca. 1200 Enten gingen an den Start. Die Enten-Käufer hatten die Möglichkeit ihre Enten im Vorfeld nach eigenem Gusto zu ‚stylen'. Die zwei schönsten Exemplare wurden mit jeweils einem Brunch-Gutschein des Fürther Hotel Mercure prämiert. Die 130 Startnummern, die als erstes ins Ziel schwammen, gewannen hochwertige Preise der freundlichen Sponsoren. Die Preisverleihung fand direkt im Anschluss an das Rennen statt. Alle nicht abgeholten Preise sowie auch die Enten konnten im Netzwerk-Büro gegen Vorlage der entsprechenden Startnummernzertifikate auch zu einem späteren Zeitpunkt abgeholt werden. Die Gewinnernummern wurden auf der Startseite der Netzwerk-Homepage veröffentlicht. Die lustige Veranstaltung fand in der Lokalpresse positive Erwähnung und war dem lokalen Fernsehsender RTL Franken live eine Berichterstattung wert. Der Erlös des Entenrennens floss in die umfangreiche Vereinsarbeit des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. und somit in die Förderung und Stärkung von Kindern und deren Recht auf individuelle Entfaltung.
o September 2006: Weltkindertag am Samstag, 23. September im Fürther Südstadtpark statt Als Mitveranstalter organisierte das Netzwerk den WKT 2006. Auf dem Programm standen Musik, Theater, Spiele und Mitmachaktionen zum Thema Partizipation "Deine Welt - entscheide mit!" Auf entsprechenden Flyern und Plakaten wurde auf das Mitwirken des Netzwerks hingewiesen.
o Oktober 2006: Kinder(leben) im Südstadtpark ‚Parkrallye' und Dezember 2006: ‚Ein himmlischer Wintertag im Südstadtpark' Beide Veranstaltungen des Netzwerkes in der Projektreihe Kinder(leben) im Südstadtpark Fürth wurden durch die Verteilung von Ankündigungsflyern und Plakaten großflächig publik gemacht. Entsprechende PR-Artikel in der FN folgten.
o Dezember 2006: Nikolaus-Vorleseaktion und Weihnachtskartenverkauf während der Fürther Altstadtweihnacht Zwei Netzwerkeigene Weihnachtskartenmotive wurden erstellt und an zwei Samstagen auf der Fürther Altstadtweihnacht per Bauchladen verkauft. Zudem stellte das Netzwerk für die Bühne einen Netzwerkeigenen Nikolaus nebst Engelschar, um den anwesenden Kindern eine Stunde lang Geschichten vorzulesen. Die Weihnachtskartenaktion sowie die Nikolaus-Vorlesestunde wurden in der Presse angekündigt.
Sonstige Aktivitäten
Projekt: ‚Kinder(leben) im Südstadtpark Fürth'
Ein Spiel- und Bewegungsprojekt für Kinder und Jugendliche gefördert durch das Deutsche Kinderhilfswerk. Das deutsche Kinderhilfswerk hatte unter dem Motto '100 pfiffige Ideen für kinderfreundliche Spielorte in Deutschland!' einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt es mit dem Projekt: 'Kinder(leben) im Südstadtpark Fürth' unter die ersten 100 Gewinner schaffte.
Projektbeschreibung
Ein Jahr lang (von Oktober 2006 - Oktober 2007) soll monatlich (immer am letzten Samstag des Monats) eine 3-stündige Veranstaltung für Kinder und Jugendliche im Fürther Südstadtpark angeboten werden. Dabei werden sich bewegungsfördernde sowie kreative Inhalte ergänzen. Erwartet werden pro Veranstaltung 200-300 teilnehmende Kinder und Jugendliche. Mit zunehmender Popularität des Projektes, dürfte von Monat zu Monat mit zunehmenden Teilnehmerzahlen gerechnet werden. Der Fürther Südstadtpark hat sich in seit seiner Eröffnung 2004 zum Treffpunkt für Kinder und Jugendliche aus den angrenzenden Wohngebieten entwickelt. Diverse Spielplätze und großzügige Rasenflächen laden zum Spielen und Toben ein. Als Anwohnerin des Parks konnte ich jedoch beobachten (unter anderem auch bei meinen eigenen Kindern), dass nicht immer die passende Spielidee zur Verfügung stet d.h. trotz der großen Aktionsfläche langweilen sich Kinder und Jugendliche, ‚hängen' herum und neigen zu unsinnigen Aktionen - im schlimmsten Fall auch zu Vandalismus. (Zerstörte Parkbänke, demolierte Spielgeräte..). Um dieser Tatsache positiv entgegen zu wirken muss der Park noch attraktiver gemacht werden. Aus diesen Überlegungen heraus entstand unser Projekt ‚Kinder(leben) am Südpark'. Wir möchten damit ein monatliches Highlight bieten, das den anwohnenden Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven und Möglichkeiten aufzeigt, Ihren Park in der Freizeit sinnvoll zu nutzen. Den Wetterverhältnissen angepasst sind neben der Auftakt-Parkrallye im Oktober 2006 in den Folgemonaten Aktionen angedacht wie 'Schatzsuchen', (Fuß-) Ballturniere, Wettrennen-/Staffellaufturniere, Kletterturniere u.ä. In den Wintermonaten möchten wir neben jahreszeitgemäßen Bewegungsaktionen wie Schlittschuhlaufen auf einer mobilen Eisfläche, Iglu bauen, Schneeballschlachten... kreative Angebote, Lesungen und Workshops anbieten, bei denen die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit haben zu Basteln, Malen, Tonen, Filzen, Fotografieren, Filmen, Kochen etc. Hierzu wird eine Kooperation mit der im Park ansässigen Grünen Halle angestrebt. Diese bietet optimale Platzverhältnisse für die angedachten Indoor-Aktivitäten.
Kinderbeteiligung
Wir möchten während der Auftaktveranstaltung im Park über vorgefertigte Fragebögen eine Teilnehmerbefragung unter dem Aspekt 'Was wünsche ich mir für einen Samstag im Südstadtpark' durchführen. Die Kinder/Jugendlichen geben diese ausgefüllt bei der Rallyeleitung ab, sodass sie im Anschluss auswertet und in die weitere Projektplanung integriert werden können: Den Kindern und Jugendlichen soll über diese Fragebögen eine Art Wunschzettel ausgehändigt werden, auf dem sie ihre Vorstellungen formulieren sollen. Im Fortgang (zur Halbzeit) unseres Projektes planen wir zudem eine Kinder-/Jugendlichenkonferenz während der Veranstaltung sowie ein Internet(wunsch)forum auf der Homepage des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. Dazu werden zusätzliche Fragebögen/Wunschzettel In den umliegenden Schulen (2 Grundschulen, 1 Hauptschule, 1 Realschule, 1 Förderschule, 1 Gymnasium) verteilt um größtmögliche Response zu erhalten. Auf diese Weise gewähren wir allen beteiligten Kindern/Jugendlichen zusätzlichen Raum für aktive Mitbestimmung.
Sponsoren / Partner / Öffentlichkeitsarbeit / Dokumentation
Im Vorfeld und im Fortgang des Projektes steht die Kontaktaufnahme zu potentiellen Sponsoren, die finanzielle Projekt-Unterstützung bieten: Stadt Fürth, Firmen und Unternehmen. Zudem laufen Gespräche mit Institutionen wie Sportvereinen, Schulen, Stadtteiljugendzentren, die sich als aktive Partner mit ihrem jeweiligen Equipement an den Veranstaltungen beteiligen. Die lokale Presse/das lokale Fernsehen wird innerhalb professioneller Öffentlichkeitsarbeit vom jeweiligen Projektgeschehen durch das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. informiert und auf dem Laufenden gehalten. Die Veranstaltungen werden zudem auf der Homepage des Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. veröffentlicht und im Veranstaltungsrückblick sowie innerhalb einer Fotogalerie dokumentiert.
Auftaktveranstaltung: Große Parkrallye am 28.Oktober 2006
Begeistert und voller Tatendrang nahmen anwohnenden Kinder und Jugendlichen des Fürther Südstadtparkes unsere 'Große Parkrallye' an. Sechs Stationen standen den ca. 170 Teilnehmern (50% Mädchen, 50% Jungen) aktionsreich und unter Anleitung zur Verfügung:
Station 1 Pedalos Geschicklichkeit und Gleichgewichtstraining, Kooperationspartner: Fa. Pedalo
Station 2 Trampolin Umfassende Muskulaturstärkung Kooperationspartner: Sportverein Stadeln
Station 3 Bogenschiessen Zielgenauigkeit und Konzentration Kooperationspartner: Bogenschützenverein
Station 4 Jonglierwelt: Ausdauer und Geschicklichkeit Kooperationspartner: Kinderevent-Agentur CriCri
Station 5 Torwandschiessen und Torschussgeschwindigkeits-Messanlage Treffsicherheit und Koordination Kooperationspartner: BFV
Station 6 Fahrrad-Parcours Verkehrssicherheitstraining Kooperationspartner: Polizei Fürth, Abt. Verkehrserziehung
Kinderbeteiligung: Während der Auftaktveranstaltung wurde eine Teilnehmerbefragung unter dem Aspekt 'Was wünsche ich mir für einen Samstag im Südstadtpark' durchgeführt. Die Fragebögen wurden ausgewertet und in die weitere Projektplanung integriert. Auf diese Weise gewähren wir allen beteiligten Kindern/Jugendlichen zusätzlichen Raum für aktive Mitbestimmung.
Bewerbung im Vorfeld
Zur Bewerbung der ersten Aktion (Parkrallye) wurden Plakate und Flyer erstellt und in den umliegenden Wohngebieten sowie an prägnanten Stellen (Sozialrathaus, Volksbücherei, Musikschule, Sportvereine, Schulen, etc) ausgelegt/-gehängt. Erstellungs- und Druckkosten wurden über Sponsorengelder finanziert.
‚Ein himmlischer Wintertag im Südstadtpark' 2. Dezember 2006 in der Grünen Halle
Mit großem Vergnügen nahmen anwohnende Kinder und Jugendliche des Fürther Südstadtparkes unseren 'Himmlischen Wintertag in der Grünen Halle' an. Fünf Stationen standen den ca. 200 Teilnehmern (60 % Mädchen, 40% Jungen)unter Anleitung zu Kreativem und Besinnlichem zur Verfügung:
Station 1 Wintermärchenerzählerin Kooperationspartner: Erzählerin (Grüne Halle)
Station 2 Windlicher bemalen
Station 3 Werkstatt auf dem Wagen mit Metallarbeiten, Kooperationspartner: Johannes Koch, Künstler
Station 4 Wunschkarten drucken, Kooperationspartner: Schule der Phantasie
Station 5 Wundersame Schminkgesichter Kooperationspartner: Linda Grandpair
Außerdem bekamen wir Besuch vom Fürther Christkind, das kleine Geschenke mitbrachte. Zum Abschluss gab es vor der Grünen Halle ein beeindruckendes Feuerwerksspektakel für alle Zuschauer. (Kooperationspartner: Hüttner Feuerwerke) Übrigens: Die Angebote resultierten aus den Wunschlisten, die aus den Fragebögen der Auftaktveranstaltung hervorgingen!
Bewerbung im Vorfeld Zur Bewerbung der Aktion (Wintertag) wurden Plakate und Flyer erstellt und in den umliegenden Wohngebieten sowie an prägnanten Stellen (Sozialrathaus, Volksbücherei, Musikschule, Sportvereine, Schulen, etc) ausgelegt/-gehängt. Erstellungs- und Druckkosten wurden über Sponsorengelder finanziert.
Resumée: Unsere beiden Veranstaltungen liefen ohne Probleme und fanden durchweg positive Response bei allen Beteiligten sowie auch in der lokalen Presse Auf die Förderung durch das DKHW wurde auf allen Printmedien sowie auf der Netzwerk-Homepage per Logo hingewiesen. Die lokale Presse wurde ebenfalls entsprechend informiert. Projektleitung: Anne Buttazzo Projektmanagement: Maria Fontana-Eberle
"Fitte Erziehung für Kids!" Elterngruppe im Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V.
Auf Anfrage der Vorsitzenden Maria Fontana-Eberle bietet die Erziehungsberatungsstelle der Stadt Fürth seit 2005 Elternkurse beim Netzwerk Kinderfreundliche Stadt und beim Mütterzentrum an. Aufgrund des erfolgreichen Angebotes wurden die Elternkurse im Mai / Juni 2006 zum zweiten Mal zum Thema "Fitte Erziehung für Kids!" offeriert. Innerhalb der 6 Abende (immer Mo. von 18:30-20:30 Uhr) und einem Nachtreffen nach den Sommerferien konnten sich interessierte Eltern von professionellen pädagogischen Beraterinnen Anregungen und Unterstützung holen. In Gruppengesprächen wurden individuelle Problemlösungen für den Erziehungsalltag erarbeitet. Eine kostenlose Kinderbetreuung während der Veranstaltungsabende ist Bestandteil der Veranstaltungen. Es geht in der Elterngruppe um die zusätzliche Stärkung von elterlicher Erziehungskompetenz - eine Fähigkeit, von der wir als Eltern im erzieherischen Alltag mit unseren Kindern immer noch ein bisschen mehr gebrauchen können. Elternsein ist häufig sehr anstrengend und nervenaufreibend, da uns Kinder manchmal auch an unsere eigenen Grenzen bringen. Viele Eltern verwickeln sich im erzieherischen Alltag immer wieder in Machtkämpfe mit ihren Kindern, verspüren Gefühle der Unsicherheit, der Überforderung oder auch der Hilflosigkeit. Selbstverständlich kann die Elterngruppe keine Patentrezepte anbieten. Wohl aber können wir nach Alternativen suchen, um mit Problemen oder schwierigen Erziehungssituationen umzugehen und Konflikt angemessener zu bewältigen. Wir würden uns sehr über eine Zusammenarbeit mit Ihnen freuen.
Konzept / Projektleitung: Eva Aarma und Irene Mehringer-Demirkesenler, Städt. Erziehungsberatung
Projektmanagerin: Maria Fontana-Eberle
Referat Fortbildung
Das Referat Fortbildung hat 2006 Fortbildungen zu folgenden Themen angeboten:
o Beobachten
o Yoga für Kinder
o Beschwerde-Management
o Konfliktbearbeitung
o Marketing für Soziale Einrichtungen.
Aufgrund einer mangelnden Zahl von Teilnehmenden konnten die Veranstaltungen leider nicht durchgeführt werden. Damit war zu rechnen,t da Fortbildungsangebote i.d.R. eine längere Vorlaufzeit benötigen. Absicht war, diese Angebote in der Fachwelt in einem ersten Schritt gewissermaßen einzuführen. Eine Fortführung und ein Ausbau ist 2007 geplant.
Ausblick 2007
1) Entenrennen
Das Enten-Rennen wird wieder durchgeführt werden - ist es doch schon fast zu einem Markenzeichen des Netzwerkes Kinderfreundliche Stadt e.V. geworden.
2) Fortbildungen
Das Arbeitsfeld in den Kindertagesstätten, Horten und Schulen befindet sich derzeit in einem großen und tiefgreifenden Wandlungsprozess. Für Mitarbeitende aus Einrichtungen der Kindertagesstätten und Schulen will das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. im kommenden Jahr eine Reihe von Fortbildungen anbieten, um sie für die neuen und alten Aufgaben zu qualifizieren.
3) Fachtagung
Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. konzipiert eine Fachtagung unter dem Titel "Was brauchen Kinder und Jugendliche". Geplanter Termin ist Samstag, 13. Oktober 2007 von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Im Rahmen eines Netzwerk-Gespräches am 06.11.06 mit der jeweiligen Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni Erlangen-Nürnberg, Prof. Dr. Moll und Kinderklinik Fürth, Leiter Prof. Dr. Klinge beschließen sie eine gemeinsame Kooperationspartnerschaft. Zur Struktur der Fachtagung: am Vormittag Vorträge, nach einer gemeinsamen Mittagspause, am Nachmittag Workshops und am Ende der Veranstaltung eine Podiumsdiskussion zwischen Fachleuten aus Politik, Stadtverwaltung - Jugendarbeit, Pädagogik, Psychologie und Philosophie sowie Wirtschaft mit dem Ziel, eine Koordinations- und Schnittstelle sowie Vernetzungsarbeit im Bereich der Jugendhilfe und Jugendpflege zu gestalten
Konzeption/Projektleitung: Maria Fontana-Eberle Projektmanagement: Martin Schmitz
4) Kinder(leben) im Südstadtpark "Kochlust und Tafelfreude", "Kindermarathon 'Räuberlauf' in Kooperation mit dem Kinderladen Räuberbande, Burgfarnbach"
Geplant sind weitere Aktionen Juni und Oktober 2007
5) Mathildenstraßenfest "Aktionsspiele"
Beteiligte Aktionspartner sind diverse Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Pfisterschule und Hort im Stadtgebiet West.
Fürth, 04.04.07
f.d.R. Martin Schmitz
f.d.R. Maria Fontana-Eberle